Diashow Australien2008

Unsere Downunder-Karte

Samstag, 2. August 2008

2.August Frankfurt-Berlin

Micha: Ich werde heute ein wenig vorgreifen.
@Alex und Venki: Wir werden voraussichtlich am 2.August um 9:35 Uhr in Tegel landen. Wir halten euch auf dem Laufenden. Bis Samstag...

Freitag, 1. August 2008

1.August Sydney-Bangkok

Micha: Mal schauen was wir heute erleben...

Donnerstag, 31. Juli 2008

31.Juli Sydney

Steffi: Nachdem wir gestern zu Land unterwegs waren, ging's heute früh gleich auf's Schiff... ohne Cornflakes-Frühstück, denn die Milch war im Kühlschrank zu einem Eisblock gefroren ...
Beginn der Schiffsfahrt war in Darling Habour. Das Reise-Prinzip war das gleiche wie gestern (Hop-on-Hop-off) und auch die Mannschaft (Micha und ich) blieb gleich. Rossi und Maddin wollten heute erstmal nach Bondi Beach ... Mädels kucken und so ... sollte heute nämlich noch mal richtig warm werden.
Unsere Schiffsfahrt war super ... toller Blick auf's Opera House und die Habour Bridge ... und auf Bonos 13-Mille-Hütte an der Double Bay... wenn "Singen für Afrika" soviel einbringt, sollten wir uns auch mal zu 'ner Against-Poverty-Combo zusammenschließen ... ich singe, Micha trommelt, Tobi spielt "Dimmdedimmdedimmdedimmbonanzaaaaaaa" dazu ... und Alex lässt 'nen riesigen Hut rumgehen

... anschließender Walk durch "The Rocks" und über die Habour Bridge war ebenfalls klasse ... Luna Park (= Sydney's Rummel) war closed area ... Schade ... Shopping lief so wie immer ... Micha schaut und Steffi kauft ...
Ein paar Dollar waren nach der Shopping-Tour noch übrig. Abends sammelten wir Rossi und Maddin ein ... auf ein Bierchen in Darling Habour ... da waren die beiden nämlich noch nicht gewesen. War ganz schön teuer aber auch ganz schön ... mit Blick auf die Yachten und das Wasser. Maddin hat noch mal richtig zugeschlagen: Durum Döner, Beef Nachos und 'nen Riesensteak mit Pommes hinterher. Der kann mehr essen als ich, nur nicht ganz so schnell. Ich werd ihm das mit dem Kieferausklinken wohl nochmal zeigen müssen.
Unser Boutique-Hotel namens "Pensione" ist ürbigens toll. Über einer kleinen stylischen Einkaufspassage ... direkt an der äußerst belebten George Street an der Grenze zu Chinatown: 4.00 am bis 7.55 pm Autos in allen Zustandsstufen (fahrend, stehend, hupend) ... 7.55 pm bis 8.00 pm gespenstische Stille ... 8.00 pm bis 3.55 am Bauarbeiter in allen Zustandstufen (meistens hämmernd, die sind in den letzten drei Tagen gut vorangekommen) ... ganz so wie der Lonley Planet es voraus gesagt hat ... Amen. Doch keine Angst um Maddin, er konnte seine empfindlichen Lauscher in einem der extra-ruhigen Deluxe-Zimmer zur Ruhe betten: der Straße abgewandt, extra großes Bad, Dusche mit Sitz, höchstmögliche Sicherheit durch vernagelte Fenster.

Mittwoch, 30. Juli 2008

30.Juli Sydney

Micha: Für den heutigen Tag hatten wir schon gestern Abend einen narrensicheren Plan ausgearbeitet. Wir starteten sehr früh. Mit "wir" sind jedoch nur Steffi und ich gemeint. Die beiden Ratzebärchen Rossi und Martin haben aufgund ihres Schlafdefizits (die haben sich am Vorabend "Mulder and Scully in love" reingezogen) bis Mittag in der Koje gelegen und sind dann allein losgezogen.
Diesmal stand also Sydney auf dem Programm. Gleich zu Beginn des Tages starteten wir zu einer Fahrt mit der Monorail. Die Bahn fuhr in nur 15 Minuten einmal komplett um den Hafenbereich (Darling Habour) und einen Teil der City. Fast so wie die gute alte Magnetschwebebahn, nur anders.
Wir hatten uns entschieden die Stadt danach mit einer Touri-Bustour im Hopp-on-and-hopp-off-Prinzip (= es war möglich den Bus jederzeit zu verlassen und nach dreizig Minuten erneut zu zusteigen) zu erkunden. So "hoppten" wir also mit dem Bus-Shuttle von Station zu Station. Wir waren am Sydney Opera House (Cool), im Botanischen Garten (Schön), an der Harbour Bride (Riesig). Wir stiegen an "The Gap" (im Osten der Stadt, links Sydney Habour und rechts der Pazifik) aus und schauten uns die Sydney Skyline aus der Ferne an (Megacool).
Steffi: Wir waren am Bondi-Beach Fish'n'Chips essen, sahen den Surfern beim WhaleWatching zu und liefen den Trail zum Bronte Beach, wo unser Bus uns wieder aufpickte. Also eigentlich waren wir heute überall. Und es war klasse. Eine tolle Stadt. Und ganz ungewohnt ... strahlender Sonnenschein über Sydney. Na, wenn das nicht mal was ist.
Kakadus (hab' jetzt nach 4 Wochen endlich ein Foto aus 40 cm Entfernung) gibt es hier übringens auch ganz viele, genau wie Flughunde, Möwen, Asiaten und Deutsche.





Dienstag, 29. Juli 2008

29.Juli Coffs Harbour-Sydney

Martin: Wir veliessen das beschauliche Coffs Harbour (60000 Ew) und schlurften mit 110 über australische Autobahnen. Ich hatte die letzten 200km inklusive Sydney, der autofahrerfreundlichsten Stadt Australiens.
Autofahren war heut echt Scheiße. Auf zwei Spuren fahren links die LKWs (mit 112kmh) und rechts (Überholspur) die PKWs mit (108-113kmh). Ist links frei, fährt keiner von den Affenärschen rüber. Hupe, Lichthupe und Wegblinken hab ich nicht probiert, weil das hier bestimmt stärker bestraft wird als das Verstossen gegens Linksfahrgebot, auf das alle 2km hingewiesen wird.
Bei drei oder vier Spuren wird das ganze nicht besser, dann verteilen sich die PKW-Fahrer gleichmässig bei identischer Geschwindigkeit von 108 auf alle Spuren. Hatte ich schon "Affenärsche" gesagt?
Schneller trauen die sich nicht zu fahren, dafür hängen sie dir in ner 80er Baustelle im Nacken und ziehen bei der ersten Möglichkeit mit 81 vorbei. Affenärsche.
Fahrt nie mit dem PKW nach Sydney, hier gibts nur enge Strassen, Einbahnstrassen, Abbiegeverbote und Staus. Jedenfalls haben wir es geschafft den Mietwagen 18.05Uhr mit 5 min Verspätung abzugeben. Der Europcar-Vertreter sah das echt gelassen, ich hab ihn daraufhin noch auf das Dutzend Knöllchen hingewiesen, das wir als deutsche Raser in den letzten Tagen erfahren haben und welche er demnächst bezahlen darf. ;)
Später haben Rossi und ich uns X-Akte im Kino gegönnt. Für den Fall, dass ihr
den noch sehen wollt, verrate ich nicht, das Fox und Dana ein Paar sind
und es nicht um Ausserirdische geht. Ich würd als Schulnote 'ne 2
vergeben.

Im Kino ist mir ein Grund wie Schuppen aus den Haaren gefallen
(Korrektes Sprichwort?) warum ich nicht in Australien leben wollen
würde. Nämlich, man darf kein Bier im Kino trinken, es gibt da auch
keins und man darf auch keins mitnehmen. Genauso schlimm wie im Imbiss,
da gibts auch keins. Fastfood ohne Bier? Da ist doch der natürliche
Verdauungsvorgang gestört.Der Hammer ist, wie günstig man in den Gaststätten an echtes BSE-freies Aussie-Beef kommt. Und das schmeckt, mmmh! Körnerfutter, nein danke, zurück in D werde ich mir immer schön zum Frühstück Rind braten.

Montag, 28. Juli 2008

28.Juli Surfers Paradise-Coffs Harbour

Micha: Relativ zeitig ging es auch an diesem Tag los. Wir mussten ja schließlich noch ca. 900 km bis Sydney hinter uns bringen. Einen Zwischenstopp in Form einer Übernacht hatten wir noch eingeplant. Wir hatten uns dafür den beschaulichen Küstenort Coffs Harbour ausgesucht. Dieser lag 4 Fahrstunden von Surfers Paradise entfernt. Unterwegs machten wir in Byron Bay Rast. Dies ist der östlichste Punkt auf dem gesamten Kontinent. Wir waren also am südlichsten und östlichsten Punkt Australiens. Für ein Erstbesuch schon nicht schlecht, wie ich finde. In Byron Bay gab es, wie sollte es an einem Kap auch anders sein, einen riesigen Leuchtturm. Zu diesem fuhren wir und wanderten ein Stück die Klippen herunter. Wieder oben angekommen konnten wir sogar Wale sehen, na ja zumindest die Wasserfontänen und einige Umrisse ließen sich vermuten. Weiter ging es nach Coffs Harbour.
Wie immer stand das Unterkunft suchen an erster Stelle. Auf Zelten hatte keiner (außer Rossi) wirklich Lust. So landeten wir in einem beschaulichen Appartment mit Blick auf das offene Meer und gar nicht mal teuer. Rossi wollte sich unbedingt ein letztes Mal in den offenen Pazifik stürzen. Also ließen wir ihm die Freude. Wir schlenderten daraufhin die Marina entlang bis auf einen Hügel, der an diese grenzte. Hier wurde es mit sinkender Sonne immer windiger. Schon krass wie schnell sich das Wetter ändern kann. Zurück im Appartment ließen wir den Abend bei einer Runde Skat und diverser Kaltgetränke ausklingen.

Sonntag, 27. Juli 2008

27.Juli Hervey Bay-Surfers Paradise

Steffi: Howdy ... ein Lob an alle, die bis zu diesem Post durchgehalten haben...
Sind nach einem leckeren Self-made-Frühstück (leider ohne Rossi, denn der ist auf Bier-Diät) zeitig in Hervey Bay gestartet. Ich hab heute mal das Steuer übernommen ... und uns easy durch das australische Buschland chauffiert ... und ich hab sogar ein Lob von einem der drei Schuhmacher-Brüder bekommen: "Konnte auf der Rückbank super Zeitung lesen." Na, wenn das nicht mal was ist. Thema der Autofahrt war das "Qantas Loch" ... bin jetzt genaustens über alle Details informiert ... zitter... vielleicht sollte ich lieber hierbleiben ...

Unser heutiges Tagesziel hieß "Surfers Paradies". Da sind wir dann am zeitigen Nachmittag auch angekommen. Natürlich nicht ohne zahlreiche Kommentare der "Hobby-Nörgler" zum Fahrstil der Australier und zur Straßenführung ... szeufz ... Ich werde die genaue Schilderung Maddin überlassen ... der kann das so gut.
Hier an der Gold Coast ist alles anderes: Welcome in Marzahn ... Ein Kulturschock nach tagelanger Fahrt auf schlechter Straße durch die australische Einsamkeit. Hochhäuser, vierspurige Strassen ... und ganz viel Shopping-Malls ... ein endloslanger Strand mit wagemutigen Surfern und schnucklige Lifeguards waren natürlich auch da.

Martin: Surfers Paradise ist der Super-Mega-Hype-Ort. Eigentlich ein beschauliches kleines Örtchen, in das innerhalb der letzten 30 Jahre zirka 40 Hochhäuser à la Potsdamer Platz oder Frankfurter Innenstadt gestellt wurden. Viele davon mit Plattenbaucharme. Jugendliche ohne Ende,
Man kann da Baden, Surfen, Sonnen, Einkaufen, Futtern und Nicht-weggehen. Rossi und Ich waren nämlich aus, erst im "Shooters" dann im "The Bedroom". Der "Monkey Cage" war nicht zu finden. Clubs gibts einige, nur für mich war keiner erträglich. Alle spielen eine Musikmischung aus Dance (mit Gesang), Black Music und Geschnulze (I kissed a girl ...). Auch wenn die Läden schick gemacht sind und die Bars gut gefüllt, die Quäl-Musik ist nicht wieder gut zumachen.
Ein gutes hatte der Ausflug, ich hab die erste Barschlägerei meines Lebens gesehen. Irgendwie schienen sich zwei Alpha-Australier nicht im Griff zu haben, jedenfalls semmelte der eine dem anderen ohne vorherige Schubserei eine auf die Nase. Sofort waren zwei weitere am Start, kurz darauf auch drei Türsteher. Die schmissen den Mob raus. Zwei völlig verwirrte Girlies stapften ihren Jungs hinterher und es ward wieder Ruhe.
Korrektur des Lonely Planets: Im Shooters tanzen keine Coyote-Ugly-Girls auf den Tresen und im Bedroom ist die Anlage nicht die Beste von Surfers Paradise, sondern der Falafel an der Hanlan Street hat sie.
Aporpos Falafel: Wir haben dort Döner gegessen (mit echtem Dönertier am Spiess). Es war ein Dürüm, der nach dem Wickeln nochmal getostet wird. Rossi hat dem Besitzer übrigens erklärt, dass über das "o" von "Doner" zwei Punkte gehören. Der gute Mann wusste damit nichts anzufangen. Bin raus.

Darauf habt ihr lange warten müssen ...


Eure Outdoor-Helden in Ausgeh-Uniform...

Samstag, 26. Juli 2008

26.Juli Fraser Island

Micha: Heute sind wir zeitig raus. Auf den Bus zur Fähre nach Fraser Island mussten wir noch eine halbe Stunde warten. So ging es schnell noch einen Kaffee und ein Sandwich besorgen, bevor wir in den Bus stiegen. Im Hafen angekommen holten wir unsere Tickets für die Fähre ab. Anschließend sind wir mit der Fähre rüber nach Fraser Island und in einen 4x4 Allradbus. Der größte 4x4 Bus in der südlichen Hemisphäre, mit Platz für 52 Personen. Der Antrieb und das Chasis kam von MAN Germany (O-Ton Busfahrer: Die anderen haben 's einfach nicht drauf.). Schön mit 300 PS, die das Teil bei der gesamten Tour auch voll ausspielte. Die Strecke war total krass, ein einziges Auf und Ab, nichts geteert, nichts gerade geschobben. Hier sind irgendwelche Leute einfach durch den Wald gefahren und haben dabei eine Schneise geschlagen. Hammer. Der erste Stopp führte uns zu einem super schönen Süsswassersee auf der Insel. So klares Wasser und feinen Sand habe ich bisher noch nicht gesehen. In diesen See mussten Rossi und ich rein, auch wenn es auf Grund der kühlen Temperatur nur mit den Füssen war. Einfach traumhaft, 10 Grad wärmer und der Tag wäre für mich hier geendet. Weiter ging es zum Ressort, natürlich alles Offroad. Die Piste war Klasse. Ich denke an einigen Stellen wäre sogar unser Jeep aus Alice Springs an seine Grenzen gestoßen. Unterwegs sahen wir Dingos und eine Menge an Tropenvögeln.
Zum Mittag gab es schließlich ein Buffet. Dies war eine nette Abwechslung zum Essen der letzten Tage. Wir haben alle voll zugeschlagen. Wer weiß schon, wenn es wieder mal was gibt. Anschließend folge der beste Teil der Strecke: Es ging mit dem Bus am 75-Mile Beach lang. Ich hatte das Gefühl unser Busfahrer Captain Kangaroo, alias Joey, kannte den Beach nur unter "75-Mile-per-hour-Beach". So schnell fuhr der nämlich hier lang. Voll der Crocodile Dundee Verschnitt. Auf Grund diverser Kneipenschlägereien fehlten ihm allerdings ein bis acht Zähne in der Kauleiste. Ein ausgesprochener witziger Zeitgenosse, obwohl ich wie immer nur die Hälfte von dem Nuschel-Aussie-Englisch verstand.
An dem Strandabschnitt, an dem wir fuhren, spülten riesige Wellen das Wasser heran und wir mit Topspeed immer mitten durch. Was für ein Spaß. Ein kleines nettes Abenteuer und ich mittendrin. Der Captain bremste nur, wenn uns das Wasser zu nah kam und meinte: das Wasser könnte uns den Boden unter den Reifen wegspülen, lachte dreckig und gab weiter Gas. War mir gleich voll sympatisch der Typ. Wir gelangten zu einem weiteren Süsswasserteich auf der Insel und wieder war das Wasser glasklar. Man hätte mit der blossen Hand die Fische greifen können, wäre man im Wasser gewesen.
Ich fand den Tag einfach nur Klasse, von diesen Abenteuern hätte ich mir viel mehr gewünscht. Aber das war schon mal ein Tag voll nach meinen Geschmack.

Freitag, 25. Juli 2008

25.Juli Airlie Beach-Hervey Bay

Micha: Da wir heute einen Tripp von gut 800 km vor uns hatten, sind wir bereits um 7:00 Uhr losgefahren. Rossi war der Erste, der den "Bock" 400 km lang quälen durfte. Anschließend übernahm Martin das Steuer. Auf der Strecke waren eine Menge an Over-Size Transporten unterwegs. Da fährt mal kurz ein kleines Auto vor und dann kommt der große Brummer hinterher. In "good old" Germany würden man gleich mal die gesamte Straße absperren. Apropo Straße, was die hier alles Straße nennen. Oh mein Gott. Und dann auch noch Highway. Das wären bei uns nicht mal Bundesstraßen.
Ich versuche während der Fahrt das Blog zu schreiben, was gar nicht mal so einfach ist, denn ihr Hobby ist mörderisch. Ich hoffe die Schumacher-Brüder geben mir gleich das Steuer in die Hand. Mein Magen verträgt diese Fahrweise überhaupt nicht. Bis Hervey Bay haben wir noch ein gutes Stück zu fahren. Ich hoffe wir schaffen das bevor es dunkel wird. Da sich das Motel-Gesuche bei Dunkelheit als sehr schwierig erwies. Na mal schauen.

Steffi: Von mir heute mal wieder eine kleine Bildungseinheit: Wisst ihr was der Unterschied zwischen den hochentwickelten Gattungen "Homo sapiens aktiv radiohörer" und "Homo sapiens passiv radiohörer" ist? Vertreter der Gattung "homo sapiens passiv radiohörer" (umgangssprachlich auch nur "Passivhörer" genannt) stellen das Autoradio schon an, bevor sie überhaupt eingestiegen sind und ziehen sich dann bei voller Lautstärke alles rein, Hauptsache der Klimperkasten duddelt. Kommen keine Töne aus dem Radio (absichtlich oder aufgrund fehlenden Empfangs, kommt hier überaus häufig vor), verfallen Vertreter dieser Gattung in eine tiefe Depression, die in regelmäßigen Abständen von explosionsartigen Unruheanfällen unterbrochen wird.
Die Vertreter der Gattung "homo sapiens aktiv radiohörer" (kurz auch nur: Aktivhörer) lieben 's beschaulicher und fahren im allgemeinen lieber lautlos. Eine übermäßige Zufuhr an wirren, unharmonischen Tönen führt zu Nervosität und Unwohlsein. Folgeschäden sind nicht ausgeschlossen.
Wir hatten während der Reise die einzigeartige Gelegenheit Vertreter beider Gattungen in einem geschlossenen Habitat (= Lebensraum) zubeobachten. Eine einmalige Gelegenheit für hochinteressante naturkundliche Forschungen ... Broschüren und weitere Infos zu diesem Thema bei DJ Rossi und Maddin... :-)

Micha: Hervey Bay ist geschafft. Wir sind gerade im A1 Backpacker Ressort eingecheckt. Man kommt sich zwar eher wie in einer Knastzelle vor (2,5m x 3m), aber zum schlafen wird es wohl reichen. In der Unterkunft gab es Unisex-Toiletten, die sind Steffi am liebsten, aber das erzählt sie euch bestimmt selber gern. Wir haben es geschafft Martin zweimal von so einem Ding runter zu scheuchen, dabei hatte er es sich schon so nett ausgelegt. Rossi meinte, er wollte sich sicher ein Nest bauen, bevor er das Ei legt. Zu dem Thema möchte ich allerdings nicht zu viel Worte verlieren.
Wir haben beschlossen, dass wir morgen nach einem wärmeren Motel zum Schlafen Ausschauh halten. Nun geht es schlafen, da wir um halb sieben an der Rezeption stehen sollen und auf unseren Bus nach Fraser Island warten werden.

Donnerstag, 24. Juli 2008

24.Juli Airlie Beach

Micha: In dieser netten Unterkunft fiel uns das Aufstehen nicht so leicht. Das Bett war doch zu kuschelig. Auf die Suche nach Frühstück mussten wir heute auch nicht gehen, da in der Anmietung der Wohnung ein Frühstück inklusive war. Dieses standt bereits vorbereitet, in Form von Toast, Milch, lecker Marmelade, Honig, Kornflakes bereit. Einfach nur schön, mal ganz wie zu Hause aufstehen und frühstücken. Nicht wie sonst, immer Ham und Eggs und irgendwas Fritiertes.
Da wir uns direkt an den Whitesunday Islands befinden, hoffte ich, dass wir heute eine kleine Cruise-Tour unternehmen könnten. Deshalb ging es erst mal zur Info der Reedereien. Leider war das Vorhaben nicht von Erfolg gekrönt, da es allen Kapitänen anscheinend zu windig war. Diese Weicheier! Schließlich entschieden wir uns zum Strand zu gehen und ein wenig die Sonne zu genießen. Hätte ich gewußt, dass wir wieder 3 km laufen müssten, wären wir sicher mit dem Auto gefahren. Aber nein. Am Strand war es mir leider auch zu windig, so dass ich es mit Steffi vorzug in das nahe gelegene Einkaufscenter zu watscheln und Mittag zu besorgen. Gut gesättigt ging es dann zur Unterkunft zurück.
Wir fuhren am Nachmittag zum äußeren Ende der Bay und suchten den Weg zum Coral Beach. Dies war ein Geheimtipp. Nachdem wir den Weg entdeckt hatten und ihn gegangen waren, wurde es mittlerweile schon dunkel, also gings wieder zurück. Der Stand war sehr schön. Alles voller kleiner Korallen-Steinchen. Haben doch glatt ein paar eingesammelt. Keine Ahnung, ob das erlaubt ist. Der Zoll wird uns ja darauf hinweisen. Zurück im Ort buchten wir gleich unseren Fraser-Island Tripp für Samstag. Nun ist nur noch zu hoffen, dass wir den ganzen Weg bis dort morgen schaffen...

Mittwoch, 23. Juli 2008

23.Juli Innisfail-Airlie Beach

Steffi: Dürre in Australien? ... hahaha ... Heute früh regnete es noch stärker als gestern Abend. Und das ist nicht etwa ein leichter Landregen. Es schüttet wie aus Kübeln. Wir brachen heute früh sehr zeitig auf. Dank unserer sehr individuellen Behausung fiel uns das auch nicht so schwer.
Wir wollten heute eigentlich bis Townsville fahren, dort ein bissl am sonnigen Strand rumschimmeln, denn Townsville ist die Stadt der Sonne. Bei 320 Sonntagen pro Jahr fallen im Juli durchschnittlich nur 14 mm Niederschlag bei etwa 8 Stunden Sonne pro Tag. Für morgen war sogar eine Tour zum Great Barrier Reef ins Auge gefasst. Soweit der Plan ...
Doch der Regen wurde nicht weniger ... nein ... nein ... Das sonnenverwöhnte Townsville versankt in den Fluten ... ein Atlantis ... trocknete Creeks führten plötzlich Wasser, Straßen wurden überflutet und wir wurden nass ... richtig nass. So eine Sch... ! Da k... du ab!

Um wenigstens einmal 'ne echte Koralle zu sehen, begaben wir uns ins Townsville REEF AQUARIUM. Das war teuer, aber klasse ... mit einem echten Korallenriff ... und tollen Fischen ... und einem Unterwassertunnel ... und sogar unsere nassen Sachen trockneten bei dem Rundgang. Der Hammer!
An dieser Stelle möchte ich mal ein Lob für die Aussies loswerden: Super nett und hilfsbereit. Der Museumswärter am Eingang zum Aquarium nahm uns nicht nur das üppige Eintrittsgeld ab, sondern riss auch das Internet an und besorgte uns die aller neusten Wetternachrichten. Doch die Wettervorhersage für den kommenden Tag versprach nichts Gutes: weitere heftige Schauer und Wind.
Wir beschlossen weiterzureisen und die Great Barrier Reef Tour in Arlie Beach zu beginnen ... in der Hoffnung, dass das Wetter 300 km weiter südlich besser wird. Doch es wurde nicht besser. Regen, Regen und nochmals Regen. So viel Wasser. Unglaublich. Und ich übertreibe wirklich nicht! Die Autofahrt war anstrengend. Zu dem Regen kam jetzt auch noch starker Wind und auch die Dunkelheit setzte ein. Links und rechts der Straße waren schemenhaft Bananenplantagen, Zuckerrohr- und Ananasfelder zu erkennen. Rinder standen bedeppert im Regen. Wir beschlossen nicht bis Arlie Beach durchzufahren und statt dessen in einem anderen Ort zu übernachten. Doch wie schon gestern: NO VACANCY in allen Backpacker-Buden und Motels entlang der Strecke. Unglaublich. Nichts zu finden. So fuhren wir dann doch bis Arlie Beach. Aber auch hier war keine Budget-Übernachtung mehr zu finden. Einzig und allein das Arlie Waterfront Bed&Breakfast hatte eine "Unit" frei: 285 AUD pro Nacht ... Uuuuiiiiiii (schluck) ... Unser Spreewälder Sparfuchs und der Templiner Outdoor-Junkie waren von diesem Angebot nicht überzeugt. Maddin und ich hatten jedoch die Schnauze voll. Nach so vielen Fehlversuchen wollten wir endlich ein Bett. Also schlugen wir zu ... telefonisch einchecken (5# wählen wählen, dann meldet sich Mary) ... risikoreicher Aufstieg (slippery when wet) ... doch was uns dann in unserer Upstairs-Unit erwartete war der Hammer. Das entschädigte für all die Strapazen der letzten Tage: ein Appartment (2-Zimmer plus ein riesiger Wohnraum) ... sehr nobel und stylisch ... total cool ... mit riesigen Fenstern (so eine Art Studio) ... und einem tollen Ausblick (das konnten wir jedoch nur erahnen, denn es war draußen schon dustern). Nachdem wir alle unsere Sachen in unsere Luxus-Bude gebracht hatten, ging es draußen nochmal richtig los ... Sturm ... Regen ... bbbbrrrrrrr ... Hoffentlich steht Arlie Beach morgen früh noch.

Dienstag, 22. Juli 2008

22.Juli Cairns-Innisfail

Steffi: Heute wurden wir wieder von richtig fetten Regenwolken begrüßt ... na guten Tag auch ... Aber wenigstens war es tropisch-warm, so warm das sich die kleinen Krabbeltierchen in unserem Motelzimmer richtig wohlfühlten...

Für den heutigen Tag hatten wir viel geplant: zunächst mit der Kurunda Skyrail über den Regenwald und dann mit dem Auto in den Regenwald, genauer in den Daintree National Park etwa 100 km nördlich von Cairns. Die Fahrt mit der Kurunda Skyrail war klasse. Wir schwebten hoch über den Baumkronen des australischen Regenwaldes (der natürlich ein Weltnaturerbe ist) und hatten einen supertollen Ausblick. Micha war glücklich, fühlte er sich doch wie im Ski-Urlaub in Ösiland. Maddin schlackerten die Knie. Also richtig FUN für alle. Zwischendurch legte die Seilbahn immer mal ein paar Stopps ein, an denen wir aussteigen und einige Trails durch den Regenwald bewandern konnten. Einfach super ... urwüchsige Natur ... Palmen, Lianen und andere riesige Gewächse ... unglaublich. Zwischendurch nieselte es immer mal wieder. Das machte aber nix ... Urwald-Feeling pur. Viele Tiere haben wir nicht gesehen. Nur der obligatorische Touri-Kakadu (= einziges Tier am Ort, wahrscheinlich von der NP-Verwaltung fürs Posieren bezahlt) saß hoch in den Bäumen und ließ sich bestaunen.

Gegen Mittag hatten wir alle Trails bewandert und viel gesehen. Da den Jungs die "Bluse dampfte", blieb uns nix anderes übrig als erstmal 'nen kleinen Lunch einzulegen: Rossi und Maddin wie üblich zu SUBWAY, Micha und ich zum Supermarkt unseres Vertrauens (= Coles). Denn der hoch komplizierte Geschäftsprozess bei SUBWAY überfordert uns einfach. Außerdem wollten wir mal ein bissl auf gesund machen: Obst und lecker Cornflakes mit Milch
@ Birthe: haben natürlich die gute Milch gekauft: 1,99 AUD der Liter von nord-queensländischen Tropen-Kühen, echt lecker.

Nach 'ner kurzen Siesta ging's ab in Richtung Norden ... Zuckerrohr soweit das Auge reicht und dazwischen ein paar Bananenplantagen. Irgendwann haben wir den Daintree River erreicht. Eine kleine Fähre setzte uns und unser Gefährt über. Die Krokodile schauten zu und witterten wahrscheinlich schon fette Beute. 18 AUD Hin- und Rückfahrt für uns vier. Das ist wirklich mal ein Schnäppchen. Wir fuhren bis zum nördlichsten Punkt des Parks (Cape Tribulation) ... Wie üblich wanderten wir auf einigen Trails über den Strand (= COOL) und durch den Urwald (=NOCH COOLER), immer auf der Hut vor den vielen gefährlichen Tieren (Krokodile, Schlangen und Quallen). Ein Touri-Vogel war natürlich auch wieder im Einsatz. Als kleines Add-on gab's diesmals aber sogar noch 'ne Touri-Schildkröte. Die paddelte in einem kleinen Urwald-Bächchen. Der Hammer!!!

Langsam wurde es dunkel, der Regen döller (ostdeutsch für: stärker) und wir brachen auf in Richtung Süden. Ein paar Kilometer wollten wir heute noch schaffen. Ziel war der Ort "Innisfail", auf der Karte eigentlich nur eine Schriftgröße kleiner als Cairns, aber... "FAIL" trifft die Sache höchst genau: Die Motels und Backpacker-Buden im Ort (es gab einige wenige) hatten "NO VACANCY". Das Hotel entpuppte sich als Puff mit Topless-Dance. So blieb uns nur der Liquor-Store mit angeschlossenen Mehrbettzimmern. Sehr preiswert, sehr individuell und Rossi konnte sich praktischerweise gleich sein Abendbierchen besorgen. Wir hatten ein 8-Bett-Zimmer. So hatte jeder die freie Auswahl. Wir schliefen jedoch in unseren Schlafsäcken, denn auf den Bettdecken waren so komische Flecken ... das kann ja nur besser werden ...

Martin: Mir schlackerten die Knie nicht aus irgendeinen abstrakten Grund. ;) Nein, es ging hier vielmehr darum, dass die Scheißseilbahn verdammt lang (>10km) und übelst hoch war. Ausserdem stand da was italienisches an den Gondeln. Keine guten Voraussetzungen. Ich versuchte mir vorzustellen, das wenigstens das Seil deutscher Herkunft war. Jedenfalls überlebt. Und wer mich kennt, weiß dass ich total aufs Nörgeln stehe. Für die weiteren Tage habe ich mir vorgenommen, bei jedem Fußmarsch der länger als 5min ist, zu quengeln. (:-)
Zum Thema Bier, ich stelle hier mal meine persönliche Favoritenliste auf:
DAS SCHELCHTESTE - XXXX - Coopers - VB - Carlton Draught - Hahn - Cascade - Oettinger - DAS BESTE

Montag, 21. Juli 2008

21.Juli Cairns

Micha: Fast alle Mitgereisten verließen das Lokal gestern Abend gegen 23 Uhr. Nur ein ganz Schlauer hatte mitbekommen, dass es möglich ist mit Kreditkarte zu zahlen und blieb spontan bis zwei Uhr morgens. Der Reisende, um den es sich handelt, fängt mit R. an und hört mit ossi auf. Wer auch sonst? Dennoch waren wir heute zum Frühstück um halb acht alle vollzählig angetreten.
Den Tag begannen wir mit der Erkundung des Zentrum von Cairns. Dabei klapperten wir alle Touri-Souvenir-Shops und die sehr schön angelegte Strandpromenade der Stadt ab. Im Tagesverlauf ging es zum angesagtesten Strand in Cairns (Palm Cove). Es ist unglaublich hier. Trotz des bedeckten Himmels und der Mini-Schauer (Nieselregen) hat das Wasser eine Temperatur von 20 Grad. Ich weiß nicht, ob ich es schon erwähnt hatte, hier ist WINTER!!! Wahnsinn!
Hier sind wir zwei Stündchen über den Strand gelaufen und haben einen kleines Mittagschläfchen absolviert. Aber das sollte noch nicht alles gewesen sein. Es folgte eine Fahrt in den nah gelegen "Regenwald", genauer gesagt nach Crystal Cascade. Dort führte ein Flüsschen mitten durch ein herrliches Felstal, dass von Mangroven, Palmen und ... umgeben war. Es war voll schwül. Schwitzen ohne was zu tun, dass kannte ich bisher nur aus 'm "Schlauch".
Das Abendessen und der Besuch eines Night-Marktes erfolgen im Anschluss. Auf dem Markt konnte jeder Händler, der seinen "Krempel" tagsüber noch keinem Touri angedreht hat, es gleich noch mal versuchen. Ich kam mir vor wie in einer Markthalle auf polnischem Territorium, Mitte der Neunziger. Allerdings gabs hier keinen Käse. Ob es sich bei den angepriesen Tieren, wie in Polen, um Katzen handelte, kann ich nicht bestätigen. Mit leicht durchnässten Klamotten (es regnete in Strömen) landeten wir für eine weitere Nacht im Rainbow-Inn.

Steffi: Ja, wir sind in einer anderen Welt. Nach der Einsamkeit, der Trockenheit und der roten Erde des "Red Centre" sind wir jetzt im "Garten Eden" gelandet: Palmen, Mangroven und Unmengen von anderem Grünzeug. Mit diesem neuen Reiseabschnitt begann auch für Martin eine neue Zeitrechnung: Nach tagelangem, exessivem Genuß hat er der Kitkat-Schoki abgeschworen ... sowohl der weißen als auch der normalen und der double choc ... Er ist mit leeren Händen aus dem Woolworth gekommen. Was soll nun aus uns werden?

Sonntag, 20. Juli 2008

20.Juli Alice Springs-Cairns

Martin: Guten Vormittag oder good prenoon, wie der Australia sagt. Wir sind gerade im Botanischen Garten zu Alice Springs. Am heutigen Sonntag ist außer uns noch mehr Jungvolk am Start.
Der Tag begann so. 1 Uhr: ich werde wach, weil mir warm ist => Fenster auf. 2 Uhr: ich werde wach, weil mir kalt ist => Fenster zu. 4 Uhr: ich werde wach, weil Steffi schnarcht => Pantoffel geschmissen. 5 Uhr: ich werde wach, weil die Klimaanlage des Nachbarappartements voll rumheult => ergebe mich in mein Schicksal, kannste nichts machen. 6 Uhr: ich werde wach, weil mir mein Kuschelkissen verrutscht ist => Lagekorrektur Kuschelkissen. 7 Uhr: ich werde wach, weil die Klimaanlage des Nachbarappartement nicht mehr rumheult => ergebe mich in mein Schicksal, kannste nichts machen. 9 Uhr: ich werde wach, weil der Pop-Papst Sydney im Fernsehen besucht => ich stehe auf.
Apropos Papst: Falls ihr auch die Zusammenfassung seht, ich bin der derjenige, der ein Transparent mit der Aufschrift "Beni ich will ein Kind von dir " vor den Ferseher hält.
Wir mussten uns dann extrem beeilen, damit das Zimmer bis 10 Uhr geräumt ist. Angeblich war ich daran schuld, weil ich von allen am längsten geschlafen haben soll. Das stimmt zwar in etwa, aber dafür war ich der erste, der abfahrbereit im Auto saß. Schuldvonmirwegweis.
Wir fuhren, dann zum Picknicken in den Bot. Garten. Dort angekommen, stellten wir fest, dass wir unsere Spreadable Butter, unsere Ekelwurst und unsere Sour Cream im Motelkühlschrank vergessen haben. Also ab zu McDonalds, nicht so lecker gespeist und wieder in den Bot. Garten. Ein paar Pflanzen geguckt, die Aussicht vom Mount Dingsbums genossen und ab zum Flughafen. Nachher mehr.

Steffi: Das mit dem schnarchen war aber der Sonki ...

Micha: Ich weiß nicht wer hier schnarchen sollen. Ich sag denen immer, die sollen nicht so heiß duschen, dann träumen sie auch nicht so komisches Zeuch.
Nachdem wir den Botanischen Garten hinter uns gebracht haben, sind wir geradewegs zum Flughafen gefahren. Botanischer Garten war nich so doll. Is hier eh alles Wüste, dementsprechend sehen die Pflanzen (sofern sie nicht vertrocknet waren) eh alle gleich aus.

Steffi: Das ist nicht richtig. Die Jungs können die Schönheit der vielen unterschiedlichen Pflanzen nur nicht erkennen. Ich habe aber ein paar Info-Blätter mitgenommen. Da gibt es auf der nächsten längeren Fahrt wieder eine Bildungseinheit für die drei ;-)

Martin: Den Nachmittag haben wir auf dem Flughafen verbracht. Die dortige Klimanalage sorgte für "angenehme" Temperaturen von 16°C. Irgendwie mögens die Aussies arschkalt, das Bier wird hier auch kurz vor dem Gefrierpunkt getrunken.
Ich hab mir aus Langeweile ein paar Qualitätsmagazine zum Thema Fortbewegung und Frauenfragen gekauft (auch, wenn Micha das im folgenden verzerrt darstellt) und dann wars auch schon Zeit zum Boarden. Der Service von Quantas ist ganz OK, es wurde Pasta zum Abendessen gereicht. Das Zeug war etwas gewürzlos und al dente ++. Die Stewardessen gaben sich aber wirklich Mühe 1.80 groß und gertenschlank zu sein ;) . Angekommen in Cairns. Boink. Voll der Schlag vor den Kopf, heiß und schwül. 300m übers Rollfeld gestiefelt, kurz aufs Gepäck gewartet, Mietwagen geholt, Hotel gesucht, ab an die Bar und dann ins Bett. Also ein gewöhnlicher Arbeitstag.

Micha: Rossi war heute der "Glückliche", der die Tankrechnung für unseren Panzer übernehmen durfte. Vielleicht könnt ihr euch noch an Dinky, den heulenden Dingo erinnern. Genauso hat Rossi sich auch angehört, als er aus der Tanke gestiefelt kam. Das Offroad-Abenteuer in den letzten Tage war schon der Hammer. Haben schließlich eine Menge gesehen und viele Eindrücke von diesem Teil von Australien mitgenommen.
Am Flughafen mussten wir das ganze Gepäck erneut verstauen. Sind ja schon ein paar Sachen mehr geworden ("supertolles" Zelt und fescher Jogginganzug). Anschließend warteten wir noch drei Stunden auf den Flieger. Die Zeit haben wir schnell totgeschlagen. Steffi schrieb ihr Reisebüchlein und Martin und Rossi kauften sich Zeitschriften, von denen ich die Namen nicht preisgeben kann (nur soviel, die eine hatte was mit Autos zu tun und die andere mit XXX-Stuff). Ich habe mich drei Stunden mit Lightroom-Hilfe beschäftigt. In der nächsten freien Minute werde ich das Tool mal ausgiebig antesten. Der Flieger war eine kleine 717. Die Maschine hatte Platz für 117 Leute und so ging es in zwei Stunden direkt nach Cairns.
In Cairns angekommen hat es mich fast erschlagen. War im Unterschied zu Alice Springs um einige Grad wärmer und verdammt schwül. Voll die tropischen Temperaturen und hohe Luftfeuchtigkeit. Mit dem ganzen Gepäck waren wir schon k.o., bevor wir den Mietwagen hatten. Diesen hatte die Autovermietung allerdings gut ausgesucht.
Wir reisen jetzt mit einem Mitsubishi Outlander (sehr geräumig, fast neu, wieder Automatik). Kann man anbieten die Kiste. Muss uns noch ungefähr 2500 km durchs Land bringen. Auf der Suche nach einem Flughafen-nahen Motel stießen wir auf das Rainbow Inn und buchten zwei Zimmer. Nachdem wir uns kurz den schön angelegten Pool angeschaut hatten, schauten wir noch kurz auf einen Absacker in der Bar vorbei.

Steffi: Die spinnen, die Australier: Die stellen ihre Uhrzeit wie sie wollen. Mal eine Stunde vor, mal nur eine halbe, je nach Stadt auch mal Sommer- oder Winterzeit. Bin schon ganz verwirrt, richte mich nur noch nach der Sonne.
Mit den Jungs hab ich's auch nicht leicht: In South Australia wurde über den Regen und die Kälte gemeckert. Im Red Centre jammern die Drei über die Trockenheit und die Kälte. Und jetzt ist es denen schon wieder zu warm und zu schwül ... blablabla ... Mann oh mann ... da machste was mit. Ich musste gleich erst mal 'ne Ansage machen.

Micha: Originaltext von Rossi an Steffi: "Hättest du richtigen Urlaub gewollt, wärste nich mit uns geflogen." *dreckiges Lachen*

Samstag, 19. Juli 2008

Neu Neu Neu: Karte & Kommentare

Tobias: Hallo an die Kopfüber-Crew! Ich habe fix die Google-Karte eingebaut, damit alle fleisigen Leser gucken können, wo ihr rumturnt. Einige Orte finde ich nicht wirklich, aber die Streckenführung könnt ihr ja dann genau einzeichnen.

Die Kommentare sind jetzt auch freigeschaltet: Also an alle, die schon Schreibstau haben - jetzt geht es..

Übrigens: Die Bilder kann man etwas komfortabler betrachten, wenn man oben bei der Diaschau das Picasa-Album aufruft.

Grüße vom Hilfsadmin

19.Juli Stuarts Well-Alice Springs

Steffi: Heute nacht war verkehrte Welt: Es war warm, richtig warm ... wir mußten sogar unsere Mega-trendigen Alice-Springs-Jogging-Anzüge ausziehen. Oh mann. Der Wind heulte. Der Vollmond schien über unserem Zelt. Die Krähen und Adler kreisten ebenfalls darüber, immer auf der Suche nach einem lecker Fresschen. Und wir konnten nicht schlafen. Irgendwann ist es dann wieder hell geworden und wir sind rucki-zucki aus den Federn gekrochen. Das Frühstück fiel aus. Ich hab unseren Offroad-Hirsch angerissen, die Jungs sind reingesprungen und dann ging's nix wie weg von Stuarts Well ... mit Tempo 86,2 kmh in Richtung Alice Springs.
Wir waren in knapp einer Stunde da (Streckenlänge könnt ihr selber ausrechnen). Die Dieselanzeige sah gut aus. Der Subtank ist noch dreiviertel voll. So brauchen wir nur etwa 120 Liter nachtanken. Preis in Alice: rund 2,00 AUD (Preis in Kings Creek: rund 2,40 AUD),
Unser Vier-Mann-Motel-Zimmer hatten wir schon am Montag reserviert. Nach dem Einchecken entmüllten wir erstmal unseren Boliden und wuschen die rote Erde von unseren geschundenen Körpern. Und wir haben Wäsche gewaschen. Das war dringend nötig ... bei Rossi. Bei ihm ist schon seit Tagen Ebbe/Wüste im Rucksack.
Ansonsten war Abschimmeln angesagt. Madddin (O-Ton von Rossi), Micha und ich waren noch auf einer Reptilien-Farm ... bbbrrrrrrr ((((schüttel))) ... ganz unfreundliche Kameraden. Rossi wollte mit unserem Boliden lieber das CIA-Gelände vor den Toren von Alice stürmen, ganz in CoD-Manier. Ich glaub, er hat Entzugserscheinungen und muß mal wieder zocken. @ CLAN B: Wir sind am 2. August wieder in Berlin.
Zum Abendbrot gab's wieder Rindersteaks ... selbst gegrillt auf dem Barbecue-Grill (die gibt's hier fast so häufig wie Verkehrszeichen ... an jeder Ecke) ... mit Salat. Mmmmmmmhhhhh ... lekkkkkkkker. Von australischen Würstchen kann ich nur abraten ... nich lekker ... also: Finger weg,

18.Juli Yulara-Stuarts Well

Steffi: Die Nacht war wieder kalt, aber lang. Wir sind heute erst aus den Federn gekrochen, als die Sonne schon hoch stand und unsere gefrorenen Gliedmaßen aufgetaut hatte. Zum Frühstück gab es Nutella-Stulle und immer noch Ekelfleischwurst (It's coming home, it's coming home: Die wird wohl, wenn auch etwas kürzer, in unserem grünen Woolworth-Fressbeutel mit uns nach Alice zurückfahren). Die Zelte waren dann schnell zusammengeräumt. Wir können das mittlerweile ohne hinschauen. Und wir haben noch einen megacoolen Indiana-Jones-Hut gekauft. Der ist der Hammer. Hat ein kleines Vermögen gekostet.

Nachdem wir gestern die Kata Tjutas (Olgas) bewandert haben, stand heute der Uluru (= großer, roter Pseudo-Monolith in der Mitte Australiens) auf dem Programm. Da den Jungs die Beine von gestern schmerzten, wanderten wir heute nur ein ganz klitzekleines Stück und fuhren statt dessen lieber mit unserem Offroad-Hirsch eine Runde um den Uluru herum. Das geht super. Dieser Hügel/Berg/Monolith in der ansonsten relativ flachen Landschaft ist schon sehr beeindruckend. Wir haben natürlich tausende Fotos gemacht, damit ihr einen Eindruck davon bekommt.

Der Uluru war heute das einzige Highlight unserer Tagestour (abgesehen von der coolen Landschaft, die wir durch quert haben). Wir haben uns nach unserem Besuch dort gleich auf den Rückweg nach Alice Springs gemacht. Wir wollten heute Kilometer schaffen ... mit möglichst wenig Diesel (Unser Offroad-Hirsch hat immer schrecklich viel Durst, genau wie der Rossi). Und das war sicher auch der Grund, warum mich die Jungs ans Steuer unseres Outback-Boliden gelassen haben. Bei einer SSG (Steffis-Standard-Geschwindigkeit) von 80 bis 90 kmh säuft der deutlich weniger. So steuerte ich ihn heute durch das einsame australische Outback ... schalten mit links ... das ging super ... nachdem ich das Kupplungspedal gefunden hatte. Das mit dem links und rechts is ja immer nicht so ganz einfach. Aber dann lief alles bestens und es war so cooooooool :-)

Auf der heutigen Strecke gab's es eigentlich nichts außer ein paar Rinderfarmen und Roadhouses. Wir hielten hier und dort mal an ... immer auf der Suche nach dem perfekten Flat-White (aber nicht erfogreich). Unterwegs begegneten wir einigen Roadtrains (= Unglaublich lange Laster). Wir sahen die riesigen Red Kangaroos ... aber leider immer nur post mortem am Straßenrand ... und riesige Adler, die die Kangaroo-Überreste gierig verputzten. Und links und rechts der Straße standen immer wieder mal ein paar Rinder. Was die fressen, weiß ich nicht. Außer roter Erde und ein paar Spinifex-Büscheln gab es da nix.

Unser Nachtlager (Ja, ihr hört richtig: Wir zelten immer noch.) schlugen wir in Stuarts Well auf: Kamelfarm und Campingplatz inklusive Roadhouse ... urig ... Zum Abendbrot gab es lecker Steak, ein kleines Ständchen von Dinky, dem singenden Dingo und eine Geschichte vom Outback-Papi. Und nach 'ner Katzenwäsche ging's ab ins Bett.

Donnerstag, 17. Juli 2008

17.Juli Kings Creek-Yulara

Rossi: Hallo alle miteinander. Heute habe ich das Vergnügen allen unsere Sorgen lang und breit mitzuteilen. Ist zwar schon drei Tage her was ich zu sagen habe, mal sehen ob ich alles zusammenbekomme. Habe am Morgen versucht mich als Schwimmer zu betätigen. Aber diese Bergseen/Wasserlöcher sind A****kalt. Danach gings Richtung Kata Tjuta (The Olgas) weiter. Das sind 36 (?) Felsen die ca. 40 km vom Ayers Rock entfernt liegen. Sehr beeindruckend dort hindurch zu wandern. Der Höchste ist mit guten 500 m über dem Erdboden ca. 200 m höher als der Ayers Rock. Sind also gute 3 Stunden in diesem Heiligtum herumgekraxelt. Leider gibt es keine Erklärung der Aborigines warum es ein Heiligtum ist, Steffi hat ihre eigene Theorie aber die ist nicht jugendfrei. Martin hat sie auf seiner Kamera dokumentiert. Pünktlich zum Sonnenuntergang gabs ein paar Postkartenmotive am Uluru (Ayers Rock) zum Knipsen. Die Sunset Viewing Area war natürlich brechend voll mit bekloppten Touris. Zum Campen gings ins Yulara Ressort. Der nobelste Ort in der Wüste (Hotel: 450 Dollar pro Nacht, Campen: 14 Dollar pro Nacht). War aber voll in Ordnung. Werfe mir tagsüber schön die Grippostad rein, bin ein bischen angeschlagen. Hält mich aber nicht davon ab weniger Bier zu trinken. Schöne Grüße vom Ayers Rock.

Steffi: War 'ne klasse Wanderung heute: The Valley-of-the-Winds-Walks. Wir haben sogar ein Wallaby gesehen, dass die steilen Wände der Felsen (eigentlich sind das gar keine Felsen, sondern ganz ganz viele kleine Feldsteine, die die Natur mit Sand o.ä. fest aneinander zementiert hat) raufgehoppelt ist. Super. Während der 4-stündigen Wanderung hat man öfter mal ein "lautes-Mutti" gehört. Den Namen werde ich nicht nennen. Nur so viel: Es war kein Brandenburger. Achso: Hier gibt's rote Beete und Ananas auf die Outback-Burger. Fragt mal Martin danach...

Martin: Ich möchte nochmal kurz nörgeln. Es gibt hier im Outback immer so'nen Burger namens "The Lot". Der ist eigentlich superlecker. Ich habe jedoch nach langen Analysen zwei Problemzonen an diesem Teil entdeckt. Neben den guten Zutaten (Wabbelbrötchen, Beef, Käse, Bacon, Spiegelei, gebratene Zwiebeln, Tomate, Gurke, Salat, Ketchup) haben sich da zwei Fremdkörper eingeschlichen. 1. Ananas und 2. Rote Beete. Ananas gehört auf Pizza, Toast Hawaii oder an einen Cocktail, nicht auf einen Burger. Rote Beete ist gerademalso pur zu einer anderen Speise dazuzuessen, aber niemals und ich wiederhole NIEMALS auf einen Burger zu tun. Wer mir wiederspricht hat keine Ahnung.

Mittwoch, 16. Juli 2008

16.Juli Glen Helen-Kings Creek

Micha: In der vergangenen Nacht haben wir unser "tolles" Zelt ausprobiert. War gar nicht mal so warm. Nachdem ich den Kälteschock aus den Morgenstunden hinter mich gebracht hatte, ging unser Offroad-Abenteuer los. Ich hatte mir das Steuer gesichert. Wir fuhren nur noch auf roter Erde und steinigem Boden. Die Aussichtspunkte wären ohne unser Allradgefährt kaum zu erreichen gewesen. Diese Schlaglöcher und Höhenunterschiede hätte jedes normale Auto zerstört. Toyota baut wahrscheinlich nicht nur gute Sachen, aber ich muss sagen, bei dem Jeep haben sie ganze Arbeit geleistet. Insgesamt führte uns die Offroadstrecke über knapp 200 km durchs Niemandsland. Alle 20 Minuten kam uns ein Auto entgegen. Liegenbleiben könnte hier fatale Folgen haben, zumindest im Sommer. Im Moment liegen die Temperaturen bei geschmeidigen 23 Grad. Zusammenfassend kann ich sagen, dass es gut Spaß macht mit rund 80 Sachen über Stock und Stein zu brausen. Die Strecke würde ich zu gern noch mal mit einer Enduro fahren.

Steffi: Ja, das war der Hammer. Wie Ralley fahren ... rumpel ... ruckel ... wühl ... brems ... staub. Super klasse. Wir haben sogar unsere orange-farbene Rundumleuchte verloren ... so crazy war die Strecke. Mann o mann ... The Red Centre Way ... mitten durch Aboriginal-Land ... nur mit einer Permit zu befahren (aber die hatten wir: 2,40 AUD). Am Straßenrand standen öfter mal Autowracks, manche schon Jahrzehnte alt. Und angesehen haben wir uns auch ein bissl was: Redbank Gorge (der Weg dahin war absolut krass ... oh mann), Gosse Bluff (Ausflug abgebrochen da Angriff der Killer-Bienen) und Kings Canyon (nur kleine Wanderung da Ermüdungserscheinungen). Und immer wieder rote Erde, rote Berge ... rot, rot, rot. Und Termitenhügel ... riesengroß. Das war ein klasse Tag heute. Bis auf die Tankrechung ... schwitz, stöhn ... ist das teuer im Outback: 2,50 AUD je Liter. Und unsere Offroad-Hirsch hat viel Durst: 90 Liter plus 45 im Subtank ... auf 100 km will der 15 Liter ... Aber den riesigen Outback-Burger konnten wir uns zum Abendbrot schon noch leisten :-) Übenachtung in King's Creek auf der Kamelfarm ... im Zelt.