


Steffi: Die Nacht war wieder kalt, aber lang. Wir sind heute erst aus den Federn gekrochen, als die Sonne schon hoch stand und unsere gefrorenen Gliedmaßen aufgetaut hatte. Zum Frühstück gab es Nutella-Stulle und immer noch Ekelfleischwurst (It's coming home, it's coming home: Die wird wohl, wenn auch etwas kürzer, in unserem grünen Woolworth-Fressbeutel mit uns nach Alice zurückfahren). Die Zelte waren dann schnell zusammengeräumt. Wir können das mittlerweile ohne hinschauen. Und wir haben noch einen megacoolen Indiana-Jones-Hut gekauft. Der ist der Hammer. Hat ein kleines Vermögen gekostet.Nachdem wir gestern die Kata Tjutas (Olgas) bewandert haben, stand heute der Uluru (= großer, roter Pseudo-Monolith in der Mitte Australiens) auf dem Programm. Da den Jungs die Beine von gestern schmerzten, wanderten wir heute nur ein ganz klitzekleines Stück und fuhren statt dessen lieber mit unserem Offroad-Hirsch eine Runde um den Uluru herum. Das geht super. Dieser Hügel/Berg/Monolith in der ansonsten relativ flachen Landschaft ist schon sehr beeindruckend. Wir haben natürlich tausende Fotos gemacht, damit ihr einen Eindruck davon bekommt.
Der Uluru war heute das einzige Highlight unserer Tagestour (abgesehen von der coolen Landschaft, die wir durch quert haben). Wir haben uns nach unserem Besuch dort gleich auf den Rückweg nach Alice Springs gemacht. Wir wollten heute Kilometer schaffen ... mit möglichst wenig Diesel (Unser Offroad-Hirsch hat immer schrecklich viel Durst, genau wie der Rossi). Und das war sicher auch der Grund, warum mich die Jungs ans Steuer unseres Outback-Boliden gelassen haben. Bei einer SSG (Steffis-Standard-Geschwindigkeit) von 80 bis 90 kmh säuft der deutlich weniger. So steuerte ich ihn heute durch das einsame australische Outback ... schalten mit links ... das ging super ... nachdem ich das Kupplungspedal gefunden hatte. Das mit dem links und rechts is ja immer nicht so ganz einfach. Aber dann lief alles bestens und es war so cooooooool :-)
Auf der heutigen Strecke gab's es eigentlich nichts außer ein paar Rinderfarmen und Roadhouses. Wir hielten hier und dort mal an ... immer auf der Suche nach dem perfekten Flat-White (aber nicht erfogreich). Unterwegs begegneten wir einigen Roadtrains (= Unglaublich lange Laster). Wir sahen die riesigen Red Kangaroos ... aber leider immer nur post mortem am Straßenrand ... und riesige Adler, die die Kangaroo-Überreste gierig verputzten. Und links und rechts der Straße standen immer wieder mal ein paar Rinder. Was die fressen, weiß ich nicht. Außer roter Erde und ein paar Spinifex-Büscheln gab es da nix.
Unser Nachtlager (Ja, ihr hört richtig: Wir zelten immer noch.) schlugen wir in Stuarts Well auf: Kamelfarm und Campingplatz inklusive Roadhouse ... urig ... Zum Abendbrot gab es lecker Steak, ein kleines Ständchen von Dinky, dem singenden Dingo und eine Geschichte vom Outback-Papi. Und nach 'ner Katzenwäsche ging's ab ins Bett.
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