Diashow Australien2008

Unsere Downunder-Karte

Donnerstag, 17. Juli 2008

17.Juli Kings Creek-Yulara

Rossi: Hallo alle miteinander. Heute habe ich das Vergnügen allen unsere Sorgen lang und breit mitzuteilen. Ist zwar schon drei Tage her was ich zu sagen habe, mal sehen ob ich alles zusammenbekomme. Habe am Morgen versucht mich als Schwimmer zu betätigen. Aber diese Bergseen/Wasserlöcher sind A****kalt. Danach gings Richtung Kata Tjuta (The Olgas) weiter. Das sind 36 (?) Felsen die ca. 40 km vom Ayers Rock entfernt liegen. Sehr beeindruckend dort hindurch zu wandern. Der Höchste ist mit guten 500 m über dem Erdboden ca. 200 m höher als der Ayers Rock. Sind also gute 3 Stunden in diesem Heiligtum herumgekraxelt. Leider gibt es keine Erklärung der Aborigines warum es ein Heiligtum ist, Steffi hat ihre eigene Theorie aber die ist nicht jugendfrei. Martin hat sie auf seiner Kamera dokumentiert. Pünktlich zum Sonnenuntergang gabs ein paar Postkartenmotive am Uluru (Ayers Rock) zum Knipsen. Die Sunset Viewing Area war natürlich brechend voll mit bekloppten Touris. Zum Campen gings ins Yulara Ressort. Der nobelste Ort in der Wüste (Hotel: 450 Dollar pro Nacht, Campen: 14 Dollar pro Nacht). War aber voll in Ordnung. Werfe mir tagsüber schön die Grippostad rein, bin ein bischen angeschlagen. Hält mich aber nicht davon ab weniger Bier zu trinken. Schöne Grüße vom Ayers Rock.

Steffi: War 'ne klasse Wanderung heute: The Valley-of-the-Winds-Walks. Wir haben sogar ein Wallaby gesehen, dass die steilen Wände der Felsen (eigentlich sind das gar keine Felsen, sondern ganz ganz viele kleine Feldsteine, die die Natur mit Sand o.ä. fest aneinander zementiert hat) raufgehoppelt ist. Super. Während der 4-stündigen Wanderung hat man öfter mal ein "lautes-Mutti" gehört. Den Namen werde ich nicht nennen. Nur so viel: Es war kein Brandenburger. Achso: Hier gibt's rote Beete und Ananas auf die Outback-Burger. Fragt mal Martin danach...

Martin: Ich möchte nochmal kurz nörgeln. Es gibt hier im Outback immer so'nen Burger namens "The Lot". Der ist eigentlich superlecker. Ich habe jedoch nach langen Analysen zwei Problemzonen an diesem Teil entdeckt. Neben den guten Zutaten (Wabbelbrötchen, Beef, Käse, Bacon, Spiegelei, gebratene Zwiebeln, Tomate, Gurke, Salat, Ketchup) haben sich da zwei Fremdkörper eingeschlichen. 1. Ananas und 2. Rote Beete. Ananas gehört auf Pizza, Toast Hawaii oder an einen Cocktail, nicht auf einen Burger. Rote Beete ist gerademalso pur zu einer anderen Speise dazuzuessen, aber niemals und ich wiederhole NIEMALS auf einen Burger zu tun. Wer mir wiederspricht hat keine Ahnung.

Mittwoch, 16. Juli 2008

16.Juli Glen Helen-Kings Creek

Micha: In der vergangenen Nacht haben wir unser "tolles" Zelt ausprobiert. War gar nicht mal so warm. Nachdem ich den Kälteschock aus den Morgenstunden hinter mich gebracht hatte, ging unser Offroad-Abenteuer los. Ich hatte mir das Steuer gesichert. Wir fuhren nur noch auf roter Erde und steinigem Boden. Die Aussichtspunkte wären ohne unser Allradgefährt kaum zu erreichen gewesen. Diese Schlaglöcher und Höhenunterschiede hätte jedes normale Auto zerstört. Toyota baut wahrscheinlich nicht nur gute Sachen, aber ich muss sagen, bei dem Jeep haben sie ganze Arbeit geleistet. Insgesamt führte uns die Offroadstrecke über knapp 200 km durchs Niemandsland. Alle 20 Minuten kam uns ein Auto entgegen. Liegenbleiben könnte hier fatale Folgen haben, zumindest im Sommer. Im Moment liegen die Temperaturen bei geschmeidigen 23 Grad. Zusammenfassend kann ich sagen, dass es gut Spaß macht mit rund 80 Sachen über Stock und Stein zu brausen. Die Strecke würde ich zu gern noch mal mit einer Enduro fahren.

Steffi: Ja, das war der Hammer. Wie Ralley fahren ... rumpel ... ruckel ... wühl ... brems ... staub. Super klasse. Wir haben sogar unsere orange-farbene Rundumleuchte verloren ... so crazy war die Strecke. Mann o mann ... The Red Centre Way ... mitten durch Aboriginal-Land ... nur mit einer Permit zu befahren (aber die hatten wir: 2,40 AUD). Am Straßenrand standen öfter mal Autowracks, manche schon Jahrzehnte alt. Und angesehen haben wir uns auch ein bissl was: Redbank Gorge (der Weg dahin war absolut krass ... oh mann), Gosse Bluff (Ausflug abgebrochen da Angriff der Killer-Bienen) und Kings Canyon (nur kleine Wanderung da Ermüdungserscheinungen). Und immer wieder rote Erde, rote Berge ... rot, rot, rot. Und Termitenhügel ... riesengroß. Das war ein klasse Tag heute. Bis auf die Tankrechung ... schwitz, stöhn ... ist das teuer im Outback: 2,50 AUD je Liter. Und unsere Offroad-Hirsch hat viel Durst: 90 Liter plus 45 im Subtank ... auf 100 km will der 15 Liter ... Aber den riesigen Outback-Burger konnten wir uns zum Abendbrot schon noch leisten :-) Übenachtung in King's Creek auf der Kamelfarm ... im Zelt.

Dienstag, 15. Juli 2008

15.Juli Alice Springs-Glen Helen

Martin: Ihr kennt Van Halen? Helmsklamm? Oder Glen Grant? Alles nichts gegen Glen Helen. Man darf sich das als letzten Vorposten der Zivilisation vorstellen. Ein paar feste Häuslein (Gaststätte, Bar, Klos) davor ne Tanke (Diesel und Normal), ein paar Motelzimmer (Stil FDGB-Ferienheim) und Zeltaufstellplätze. Wir wählten letztere Variante. Ich werd mich also wegen der Kälte (4°C) fest an Rossi kuscheln.
Aber zunächst einmal unsere Anreise. Wir hatten heut nur eine kurze Strecke von 180km zu fahren. Unterbrochen durch viele Zwischenstopps an diversen Schluchten, gefüllt mit Tümpeln, in denen 3-5 Enten schwammen und an denen sich 1-2 Wallabys (Mini-Känguruhs) verpflegten, waren wir aber doch von 10 bis 17 Uhr unterwegs. Es gab schöne Wanderwege über holprige Felsen und durch ausgetrocknete Flusstäler. Wobei wir erfahren haben, dass diese Flüsse wohl nur für einige Tage im Jahr Wasser führen. Da hier Winter ist, waren die Temperaturen erträglich (17°C im Schatten, 28°C in der Sonne) und die Wanderwege nicht durch Touristen überfüllt. Die Schluchten hiessen übrigens: Simpsons Gap, Standley Chasm, Ellery Creek, Ormiston Gorge und Glen Helen Gorge.
Zwei dicken Amerikanerinnen (Mutti und Tochter) mussten wir in Standley Chasm vorne ziehend und hinten drückend die Schlucht hinaufhelfen. Das war ein Spass. Ansonsten nur Rentner,die uns sportlichen Jungspunden den Vortritt gelassen haben.
Ich war ein bisschen enttäuscht, heute kein einziges gefährliches Tier im Outback gesehen zu haben. Ich hatte mich eigentlich auf eine Schlange oder eine Echse gefreut. Beuteltiere gabs genug. Insgesamt ein halbes Dutzend freilebende Wallabys. Man kann denen erstaunlich dicht auf die Pelle Rücken, die flüchten erst bei 5m Abstand. Wir haben also schicke Fotos und Videos auf Lager. Ihr könnt euch aussuchen, ob ihr Wallaybys beim Essen, beim Rückenkratzen, beim Weghoppeln, beim Doofgucken oder beim ... sehen wollt. Wer hat Lust? Diaabend ist am 15., 16. und 17. August.
Wenn nicht Micha und Rossi dagewesen wären, hätte man in den Schluchten auch die totale Ruhe geniessen können. Kein Verkehr, keine Tierlaute, kein nichts. Das kennt der Stadtmensch nicht.
So, jetzt bin ich aber geschafft. Hab zwar ausgeschlafen, aber das Herumgewandere und das Johnny Walker Getrinke hat mich geschafft. Ich leg mich jetzt in meinen Schlafsack und knuddel mein Kuschelkissen. Tschö.

Micha: Soviel kann ich sagen, XXXX macht nicht blind, obwohl es so schmeckt. Martin sprach schon von Tanke, dass ist zuviel. Die stellen hier echt nur zwei Zapfsäulen 15m auseinander und nennen das Tankstelle. Verrückt. Aber die heutige Tour war schon ok. Ich musste noch ein wenig mein Schlafdefizit von dieser "super" Zugfahrt nachholen. Die drei Mädels haben mich deshalb voll aufgezogen, na die werd ich auch noch mal verarschen. Die ganzen Wasserlöcher mitten in der Wüste mit dieser Felsenkulisse is mal was anderes als Elbsandsteingebirge. Viel höher waren die bestimmt aber auch nicht. Über unseren Zufluchtsort hat ja Martin schon genug vom Stapel gelassen. Aber is schon krass hier, eine Kneipe unterhält den ganzen Campingplatz. Ich denke, alle von euch haben schon mal Crocodile Dundee gesehen, genauso sehen die Gestalten hier in der Bar auch aus.
An alle die das lesen, ich vermiss euch schon sehr.

Rossi: Ich will aber nichts schreiben....*trotzig*

Steffi: Ich bin begeistert. Unser Outback-Abenteuer hat begonnen. Wir fahren mit 'nem dicken Jeep über rote Straßen, schlafen im Zelt, essen Brot, Cheddar vom Stück, Schinken aus der Dose und Ekel-Fleischwurst (die ess ich aber nich) und wir sehen so viel von diesem tollen Land. Der heutige Tag war super. Martin hat euch bereits über alles informiert.
Damit sich unsere Muttis keine Sorgen machen, möchte ich nur noch ergänzen, dass wir uns gut auf unsere Outback-Tour vorbereitet haben. Wir waren heute früh extra nochmal im K-Mart und haben uns mollige 90er-Jahre-Jogginganzüge in blau und schwarz gekauft ... für jeden einen ... schön im Partnerlook ... damit wir nicht frieren ... und super günstig ... die Hose 9,99 AUD, aber wenn man auch den Pullover für 9,99 AUD dazugenommen hat, gab's 2 AUD Rabatt. Der helle Wahnsinn. Und der Micha hat auch noch eine Luma (ostdeutsch: Luftmatratze) bekommen inklusive mechanischer Handpumpe. Super bequem ... ich glaub, da muss ich heute noch mal auf armes Frauchen machen ... dann tauscht er vielleicht mit mir. So, mal sehen ob ich die Jungs heute noch ins Zelt kriege ... die sitzen noch in dem bereits beschriebenen Crocodile-Dundee-Pub ...

Montag, 14. Juli 2008

Nachtrag zum 14.Juli Alice Springs

Micha: Wir landeten schließlich gegen 14:00 Uhr auf dem Bahnhof von Alice Spring. Dann durften wir auf das Gepäck warten. Wurde in mehreren kleinen Anhänger alles vor die Info vom Bahnhofsgebäude gefahren und jeder durfte sich runter nehmen was er wollte. Frag mich, für was wir beim Einchecken unsere Zettel für das Gepäck erhalten haben. Is halt alles ein wenig anders als at home. So, vollbepackt mit tollen Sachen ging es dann zu unserer Mietwagenstation. Wir ließen wieder alle Leute als Fahrer eintragen und nahmen anschließend unseren Toyota Land Cruiser in Empfang. Voll die riesen Hammerkarre. Wahrscheinlich ein wenig zu groß für Deutschland, aber genau richtig für Australien und den Weg, den wir vor uns hatten. In Alice Springs rennen übrigens voll viel Aboriginies rum. Wahrscheinlich kennt ja jeder die Story mit den Engländern, ansonsten einfach mal Wiki anschmeißen. Dann haben wir uns noch Verpflegung für unser Outback-Abenteuer besorgt und schließlich ein Motel für die Nacht gesucht (Desert Rose Inn). War eine ganz nette Absteige, haben wir uns gleich für unsere Rückkehr am Samstag vorgemerkt. Auf der Suche nach W-LAN haben wir auch gleich wieder mal ein paar Deutsche getroffen. Is hier voll mit den Typen, echt schlimm. Im weiteren Verlauf des Abends wurde noch das ein oder andere XXXX getrunken. Is so eine Art Light-Beer. Schmeckt auch gar nicht mal so gut. Könntet ihr in der SV schon mal einen Kasten Hasentöter kaufen und kühl stellen? Senk juh... Soviel von mir...

Martin: Hab heut nicht so die Lust auf epische Ergüsse, deshalb nur soviel:
Toyota Landcruiser ist der Hammer, musste haben. 4,90m lang, genauso breit und hoch, 4,2Liter V6 Diesel ohne Turbo. Geilo. Hört sich an wie 'nen Panzer. (Für weibliche Leser: Ist ein weisses Auto.)
Wer sich die Karre nicht vorstellen kann, muss nur an Bodyguards von arabischen Scheichs, paschtunische Bergkrieger oder Selbstmordattentäter in Bagdad denken.

Steffi: Wir waren auch gleich noch shoppen ... haben ein Zelt gekauft ... für Micha den alten Camper :-) ... ein echtes Schäppchen, das Teil... aus dem Woolworth ... Vater Sonk wäre richtig stolz auf uns ... nur 31 AUD ... das sind etwa 22 EURO Geld ... super, gelle? Mal schauen, ob da auch alles dabei ist ... Der Micha ist jetzt schon ganz heiß aufs Campen ... mit dem Discount-Zelt wird das bestimmt 'ne große Nummer :-)


13. und 14 Juli Adelaide-Alice Springs

Micha: Heute stand die Fahrt mit dem legendären "The Ghan" auf dem Programm. Dazu hieß es erst mal wieder zeitig aufstehen und das letzte Mal mit unserem Subaru Forrester zum Flughafen fahren. Dort haben wir das Auto abgegeben. Leider gab es dort, wie sollte es auch anders sein, ein Problem. Auf einer Tour hatte uns ein vorbeifahrendes Auto einen Steinschlag auf die Windschutzscheibe verpasst. Europcar hat daraufhin natürlich alle Register gezogen und mir erst mal schön die Kreditkarte mit 1300$ belastet. Na, der Tag fing ja gut an.
Anschließend suchten wir uns ein Taxi in das sämtliche Sachen und dazu noch vier German-People reinpassten. Haben dann einen Kombi bekommen in dem ein Muttchen saß, dass noch dicker und schwerer war als alle Sachen, die wir dabei hatten. Sie hat uns dann bis zum Bahnhof irgendwas erzählen wollen. Die hat sich vielleicht einen abgenuschelt, dagegen ist mein Spreewaldslang gar nix. Einzig Martin konnte sie verstehen und so kam wenigstens ein kleiner Dialog zu stande.
Am Bahnhof angekommen mußten wir das Gepäck einchecken und den Zug begutachten. Schnell noch ein paar Karten geschrieben und was gegessen. Dann zogen wir los unsere Plätze suchen. Es gab tatsächlich vier unbequeme Liegestühle. Nun hieß es in 26 Stunden 1579 km in dieser Konservendose zu überstehen. Die Landschaft, die es zu sehen gab, ist wirklich beeindruckend aber für was der Zug sonst "legendär" sein soll, weiß ich wirklich nicht. Vielleicht für das legendär schlechte Essen, oder für die legendär merkwürdigen Leute, die hier rumsitzen, oder aber für den legendären Schaffner, der gut und gerne ein Sklaventreiber sein könnte. Na ja, wie auch immer. Ich kann nur hoffen, dass wir in geschätzten 5 Stunden in Alice Springs ankommen und unseren nächsten Mietwagen in Empfang nehmen können.
@Tobi: Könntest du mich bei deiner Rückenschule anmelden. Diese Zugfahrt bringt mich um, es sollte aber mindestens ein Mädel dort sein, dass mir die Übungen ganz genau erklärt. ;-)
Steffi: Ich kann ihm auch gut erklären, wie man den Arsch versohlt bekommt.

Martin: Habe Michas Text nullkommagarnix hinzuzufügen. Nächstes mal fliege ich oder buche die Goldmember-Superschlafkabinen. @Tobi: Das mit der Rückenschule kannste dir klemmen, aber ein Mädel, das mir alles ganz genau erklärt, wär spitze.

Steffi: Ich fand's megaspitzenmäßig ... 'ne Fahrt mit "The Ghan" ist halt ein richtiges Abenteuer (nix für Berliner Warmduscher). Wir haben unterwegs Dromedare, Känguruhs und ein paar Rinder gesehen, die haben sich bestimmt verlaufen, denn hier in der Mitte gibt es nix außer roter Erde mit ein paar Büschen ... so weit das Auge reicht.
Doch nicht nur die Landschaft ist klasse ... die machen hier im Zug auch Public-Hearing und spielen Country-Musik (mit den Backstreet Boys als Vorband). Da fühlt man sich gleich wie ein einsamer Stockman ... auf einem braunen, wilden Hengst im Sonnenuntergang wartend ... die 10000 Rinder große Herde grasend im Tal ... das Gesicht von der Sonne gebräunt ... die Marlboro in der Hand ... obwohl ich nicht rauche, denn rauchen ist schädlich ...

Samstag, 12. Juli 2008

12. Juli Adelaide-No Kangaroo Island-Adelaide

Rossi: Mahlzeit, heute hat man mich verdonnert mal was zu schreiben. Schaff ich bestimmt nicht meine Tagesration Victoria Bitter. Auf jeden Fall stand heute Kangaroo Island auf dem Programm. Punkt 5.30 Uhr war aufstehen angesagt. So gegen halb neun waren wir an der Fähre. Dann begann die Touristen-verarsche-Aktion: Es wurde uns mitgeteilt, dass die einzige Rückholfähre gecancelt wurde. Keine Ahnung wieso, aber da wir nicht auf KI übernachten wollten ging´s mit dem Bus zurück. Steffi war natürlich kurzzeitig sehr enttäuscht, weil sie sich sehr darauf gefreut hat. Als Ersatz gabs einen Ausflug in den Cleland Wildlife Park, zum Koalas streicheln. Da lagen die Känguruhs für uns schön organisiert rum. Die haben sich nichteinmal zu dir hin bewegt, den musst du das essen fast schon in den Mund legen, damit die fressen. Genau der richtige Job für Micha und Mich. Wir könnten voll den Job der Tiere dort übernehmen. Koalas werden täglich 2 Stunden von den Touristen am Arsch gestreichelt, auch das können Micha und ich besser. Für
´ne Dose VB mach ich fast alles. ;-) Danach ging es an den Adelaider Strand und wir haben uns den Sonnenuntergang reingezogen. Summa summarum war es nach dem enttäuschenden Start ein ziemlich relaxter und schöner Tag. Morgen geht mit dem Zug nach Alice Springs. Ich werd jetzt noch ein paar VB kippen und die beiden anderen beim Skat abzocken.
See you. Rossi

Micha: Steffi war auf jeden Fall total happy, dass sie den Koala streicheln und die Känguruhs füttern konnte.

Steffi: :-)

Freitag, 11. Juli 2008

11. Juli Meningie-Adelaide

Steffi:
Howdy - heute darf ich mal posten ... endlich ... hab's nich' leicht mit den dreien... :-)

Also, nach unserer Nacht im Meningie Waterfront Motel (direkt am Lake Albert) ging's heute früh zeitig aus den Federn. Um neun Uhr Ortszeit waren wir alle abfahrbereit (langsam wird das ...). Um die Jungs bei Laune zu halten gab's erstmal 'ne selbst geschmierte Vollkorn-Bemme mit Butter, Käse, Honig-Pute und Very-Hot-Salami aus dem Supermarkt (Wir haben am Vortag 'nen Großeinkauf gemacht.) Aber eigentlich waren alle noch ziemlich satt von dem Riesen-Aussie-Essen, das wir gestern Abend in dem einsamen Bistro von Meningie hatten. Mann, war das lecker: Original Rindersteak (Megasize) aus der Umgebung mit einer Tomatensoße und Käse ... mmmhhhhhhh ... richtig deftig nach "Stockman-Art".

Unser heutiges Tagesziel war Adelaide, immer den Princess Highway entlang. Auf unserem Weg dorthin gab es lange nix außer plattem Grasland inklusive weidenden Rindern und Schafen. Das war auch schon gestern so ... Rinder ... Schafe ... Rinder ... Schafe ... Rinder ... Schafe ... soweit das Auge reicht. Nix für die Jungs, aber ich fands cool. Außerdem kamen wir heute auch an mehreren muffligen, tiefschwarzen Mooren vorbei ... denn nur Rinder sind ja langweilig ...

Unsere heutige Tagesstrecke war ja mit 150 km nicht allzu lang, Micha überholte alle Aussies (hoffentlich gibt das kein Ticket!) und so waren wir gegen Mittag auch schon vor den Toren von Adelaide. Hier findet man dann eher bergiges Grasland mit Rindern. Wir machten einen kleinen Abstecher zum Mount Lofty (Super Blick auf die Skyline von Adelaide) ... oh mann ... steile Abhänge und enge Straßen und Martin am Steuer. Micha hatte ihm das Steuer vertrauensvoll übergeben. Nach der Tour auf der Great Ocean Road ist Martin ja Bergprofi mit gepunktetem Trikot ... immer am Limit … Mit Schweißperlen auf der Stirn und den Händen am Angstgriff verfolgte ich die rasante Fahrt vom Beifahrersitz aus … Ich hatte angeboten, das Steuer zu übernehmen und uns "sicher wie auf Schienen" wieder ins Tal zu bringen … mit Verweis auf meine gestrige Durchschnittsgeschwindigkeit von 86,2 kmh wurde dieser Vorschlag von meinen Mitreisenden jedoch einstimmig abgelehnt. Wie bereits gesagt: "Isch hab's nich leicht mit den dreien."

Irgendwie sind wir in Adelaide angekommen. Um uns von den Anstrengungen der letzten Tage zu erholen haben wir uns dann für morgen einen Day-Trip nach Kangaroo-Island gebucht … erst schön mit der Ferry und dann Koalas, Kangaroos und Sealions watchen … und Barbecue gibt es auch noch … klasse … schön im Bus wie die Japananer … das wird super …

Dann mussten wir nur noch ein Motel finden. Das war nicht so einfach, but we got it … wir sitzen jetzt im Adelaide Travellers Inn von Gary Locke … einem Backpacker Hostel … Klos und Duschen auf dem Flur … aber wenigstens gibt es welche … und es ist im Gegensatz zu unserer Cabin-Übernachtung in Torquay fast warm im Zimmer (Klimaanlage rödelt auf vollen Touren!!!) … die anderen Details will ich aus Rücksicht auf unsere Familien lieber nicht preisgeben …
@ Tobi: Wir sind jetzt schon fast so cool wie du, yeahhhhhhh. Nur die seltsam gefärbten Bettdecken werden wir nicht benutzen, sondern uns in unseren Schlafsäcken aufs Bett legen.

Tja, was gab's sonst noch? Kleiner Stadtbummel durch Adelaide … mal wieder asiatisch zum Abendbrot (war aber lecker) … und ein kleines Sit-In auf unserem Gemeinschaftsbalkon. Ach ja, auch heute hat es natürlich wieder geregnet. Aber diesmal nur am Vormittag. Und wir hatten heute sogar 15°C. So langsam wirds. Und nach Tagen hat sich Martin endlich durchgerungen rund 40 AUD für eine Flasche Wodka auszugeben (ist aber guter). Die Cola dazu war billiger. Achso, morgen früh müssen wir um sechs Uhr nach Kangaroo Island starten … pünktlich …

Fazit: Die Landschaften, durch die wir fahren, sind der Hammer. Einsam. Wild. Super schön. Gigantischen Wellen, Steilküsten, Wetlands, Strand, Berge, weites Grasland, Urige Wälder. Alles das war schon dabei. Koalas, Kängeruhs, Emus und Eukalyptusbäume. Ich hoffe, die Fotos werden gut. Beschreiben kann man das kaum.

Gut's Nächtle :-)
Steffi

@ Storkower Straße 225: Ich hoffe die Karibik-Party war toll. Wärmer als hier was's mit Sicherheit. Micha wäre fast durchgebrannt. Ich musste die Kindersicherung auf dem Rücksitz reinhauen. Sonst wäre der weg gewesen, ab in den Schlauch.

@ Atze: Happy Birthday und alles Gute. Haben SMS geschrieben … mehrmals … sind aber nicht sicher, ob die es bis Germany geschafft haben. Ist hier manchmal seltsam.

@ Steffi's Mutti: Mir geht’s gut. Mach dir keine Sorgen. Alles paletti. Es ist super.

Letzte Meldung: Martin und Rossi haben die Flasche geschafft … See you at 6 o'clock tomorrow morning …

Donnerstag, 10. Juli 2008

10. Juli Warrnambool-Meningie

Martin: Da Steffi sich momentan weigert zu schreiben, müsst ihr mit mir Vorlieb nehmen. Also gestern war voll die Reise. Ausserhalb Deutschlands macht Autofahren nur halb so viel Spass. Zumindest für die männliche Hälfte der Bevölkerung. Man darf nämlich nirgends rasen. Wir haben uns wie die Honigkuchenpferde darüber gefreut in South Australia 110kmh statt 100kmh (Bundestaat Victoria) fahren zu dürfen. Steffi hat das Nachtstück (ab 17 Uhr ist es stockfinster) dankenswerterweise übernommen und fuhr 86,2kmh. Das war ganz OK, denn überall die netten gelben Schilder mits die Känguruhs drauf (Achtung vorhergehender Halbsatz kein Verb). Wir besichtigten so'nen Krater, in dem Känguruhs und Koalas in freier Wildbahn umherstreunen. Sehr schick. Koalas sind voll die unintelligenten aber auch chilligen Tiere. Haben ein Hirn in Wallnussgröße, fressen Eukalypzus, benötigen 20% der Energie für den Abbau der darin enthaltenen Giftstoffe und greifen beim Klettern stets neben die Äste, um dann im zweiten Griff festen Halt zu finden (ich war Augenzeuge und befürchtete bereits den Koala auffangen zu müssen). Ansonsten voll die cuten Tiere. Die restlichen Sehenswürdigkeiten haben wir uns geklemmt, weil es erstens dunkel war, als wir sie erreichten und wir zweitens den bisher straffesten Zeitplan hatten. In Meningie (1000 Einwohner) war ein "Budget-Motel" zur Übernachtung voll geeignet. Budget heisst: kleiner Raum, komischer Geruch und eine Dusche mit dem zweitgrössten Tausendfüssler, den ich je gesehen habe, an den Fliesen in der Dusche. Legger, ich den voll mutig unter Einsatz des auf 1,40m in der Wand montierten Duschkopf (Lilliputaner), weggespült. Der hatte null-chance. Dann Singing-Bee im australischen TV. Die hatten dort das Erste, das Zweite, das Siebente, das Neunte und das Zehnte Programm. Werbung ist hier 3x cooler als in Deutschland. Gratulation an alle, die meinen Monolog bis hierher durchgelesen haben. Und ein Tschö in die Heimat, wir halten mutig weiter durch. ;) (Ich gönne mir jetzt den dritten VC (Absolut für 26EURO) und flirte mit den nicht-vorhandenen Australierinnen.) Bye.

Mittwoch, 9. Juli 2008

9. Juli Torquay-Warrnambool

Steffi: Heute wurden wir von der Sonne wachgeküsst ... unglaublich. Aber trotzdem war es eiskalt in unserer Cabin auf dem Camping-Platz. Das beschleunigte jedoch das Aufstehen und so waren wir heute sehr schnell abfahrbereit.
Ein Frühstück in einem kleinen aber feinen Diner (mit Tourist Award 2007 ausgezeichnet) machte die frostige Nacht in den Schlafsäcken schnell vergessen: Heiße Schokolade mit Mashmellow-Schaum ... mmmhhhhhhh lecker ... einfach der Hammer.
Das erste Tagesziel war Danger Point: Tolle Wellen, Steine und Muscheln. Super. Im Hinterland sahen wir die ersten Känguruhs grasen ... aber ganz weit weg. Dann ging's weiter zum Bells Beachs, dem Surferstrand von South Australia. Und man mag es kaum glauben: Da waren bei 8°C Lufttemperatur wirklich Verrückte im Wasser, die auf den Wellen ritten. Und nicht mal wenige. Aber das hätten wir uns eigentlich denken müssen, denn die rennen hier ja auch bei unter 10°C mit T-Shirts, kurzen Hosen und Flipflops rum. So lassen sich dann auch die Spezies "Original Australier" und "Gemeiner Tourist" daran unterscheiden. Der "Original Australier" ist auch im Winter nur leicht bekleidet Der "Gemeine Tourist" dagegen zeichnet sich durch eine außergewöhnlich dicke Bekleidung an Oberkörper und Beinen aus.
Martin hatte heute das Steuer übernommen. Es ging bergauf und bergab und links und rechts, dass einem schwindlig wurde ... oh, oh. In Anglesea statten wir den Känguruhs auf dem örtlichen Golfplatz einen Besuch ab, bevor wir weiter zu den Erksine Falls in der Nähe von Lorne fuhren. Martin "Colin McRae" Lemberg hatte jetzt richtig Spass am fahren ...hoch, runter, links, rechts, vor, zurück. Links immer der Ozean. Rechts die mehr oder minder hohen Berge mit saftigem Gras und Rindern, ein bissl wie in "Good old Ireland".
Nachmittags erreichten wir dann die eigentlichen Attraktionen der Great Ocean Road: Gibson's Steps, Twelve Apostel, London Bridge ... riesige Felsformationen im Meer. Und dazu die volle Kraft des Meeres ... riesige Wellen, die sich an den Felsen brachen. Wirklich beeindruckend ... das fanden auch die zahlreichen Japaner und die Teilnehmer des Weltjugendtags, die plötzlich wie aus dem Nichts auftauchten.

Langsam wurde es dunkel und wir machten uns auf den Weg nach Warranambol. Dort wollten wir übernachten. Gleich am Ortseingang fanden wir auch ein Motel mit Deluxe-Zimmern für einen akzeptablen Preis. Super. Richtige Bettdecken und 'ne super Dusche und in Michas und meinem Zimmer konnte man sogar heizen. Das wird 'ne Nacht. Martin und Rossi hatten da weniger Glück...

8. Juli Melbourne-Torquay

Micha: Die eigentliche Route sollte uns von Melbourne nach Geelong führen. Nachdem aber einige unserer Reiseführer diese Route für nicht sehenswert hielten, haben wir uns für die Osttour über Sorrento entschieden. Los ging es mit der Abholung des Mietwagens am Flughafen. Rossi entschied sich dazu die erste Tagestour zu übernehmen. An das Linksfahren muss man sich wirklich erst mal gewöhnen. Ich habe damit schließlich schon als Fussgänger zu kämpfen. Die Fahrt führte uns durch den Osten von Melbourne, dort war auch schon ein enormer Unterschied zur eigentlichen City zu merken. Alle Häuser waren um einiges kleiner und runtergekommen. Nach Melbourne fuhren wir an der Phillipp-Bay fast immer an der Küste lang. Wir hielten an den einzelnen Lookouts und machten unzählige Fotos. Da das Wetter nicht ganz so mitspielte, haben wir uns den Tag mit dem ein oder anderen schlechten Witz gerettet. Wie immer halt. Schließlich kamen wir in Sorrento an. Von dort aus fuhr uns die Fähre über die Öffnung der Bay an das andere Ufer nach Queenscliff. Die Gebühr war allerdings nicht ganz günstig. Hätten wir dazu gewusst, dass das Wetter uns auch einen Strich durch die Rechnung machte (es regnete fast den ganzen Tag, bis wir schließlich das andere Ufer erreichten), hätten wir uns sicher nicht für diese Route entschieden. Die Ankunft in Torquay habe ich auf Grund eines kleinen Schlafdefizits leider verpasst. Aber als ich aufwachte hatte der Rest der Crew die Übernachtungsmöglichkeit fast klar gemacht somit war es nicht so schlimm. Die Räumlichkeiten der Übernachtung erinnerten an eine Art Sommerlager. Unter anderen Umständen hätten mich dort keine zehn Pferde reinbekommen. Insgesamt war der Tag ziemlich kalt. Wir erfuhren im nachhinein das es der kälteste Tag seit 4 Jahren hier war und wir schliefen in einer Art Wohnwagen. Es konnte nur besser werden.
Martin: Coole Route trotz teilw. Regen. Torquay ist gelinde gesagt im Winter ungeniessbar. Weil: Rip Curl, Billabong, Cult, Globe, alle coolen Surfermarken mit Outlet-Stores vertreten, nur keine Surfer und keine Bars. Überhaupt schliessen alle Geschäfte in großen Städten Australien um 6pm. In Torquay also um 5pm! Wenigstens McDonald hatte uns noch 'nen double quarter pounder zu bieten. Gruß an die Bedienung ;) . Nacht.

Montag, 7. Juli 2008

7. Juli Melbourne



Micha: Guten Morgen Melbourne. Heute sollte also ein Tag Melbourne auf dem Programm stehen. Nachdem wir gestern nach einer Allgemeinreinigung erst um 02:00 Uhr schlafen gegangen sind, ging es heute auf Grund des straffen Zeitplans trotzdem um 08:00 Uhr aus den Federn zu kommen. Federn kann man ja bei den Betten eigentlich nicht sagen, da die Australier es wie die Kanadier nicht auf die Reihe bekommen sich mal vernünftige Decken zu kaufen. Demzufolge krabbelten wir also unter dem Laken mit der Wolldecke hervor. Danach habe ich mit Steffi die nähere Gegend erkundet und ein paar Aussie-Dollar geholt. Mit denen konnten wir bei Mäcken schön frühstücken. Die Jungs wollten eh ein bissl länger schlafen. Wir waren gegen viertel zehn zurück und haben geschaut ob sie schon aufstehbereit waren. Martin habe ich tatsächlich dazu gebracht nach knapp zwei Minuten die Tür zu öffnen. Von Aufstehen war aber noch nicht zu sprechen. Da wir allerdings nur diesen Tag für Melbourne hatten, wurde Martin von seinem schlechten Gewissen geplagt und überzeugte Rossi somit vom Aufstehen. Die Beiden sind noch schnell zu Subways gegangen, einen Riesensandwich ziehen, bevor es mit Don Alfonso (wenn jemand einen Italiener der Englisch sprechen möchte gut versteht, herzlichen Glückwunsch) zum Flughafen los ging. Er erzählte uns das sein Bruder für vier Jahre in Duisburg gewohnt hat. Wann er weggezogen ist und von Mafiamorden wusste er aber nix, schön Ragazzi gemacht und erst mal abgehauen, aber das nur nebenbei. Zum Flughafen mussten wir erneut, da von dort der Airport-Shuttle (Skybus) in die City fuhr. Den "Skybus" haben die auch wörtlich genommen. Wenn der 240 mal so fahren würde bräuchte man niemals eine Stunde bis zum Ostbahnhof. In der City angekommen haben wir uns vom Rialto Observation Deck (360 Grad-Blick, 55.Stock über 200m) einen Überblick über die Ausmaße dieser Stadt verschafft. Weiter ging es mit der einen oder anderen Sehenswürdigkeiten (Kirche, Flaniermeile, Chinatown, Central Hall, usw.). Mit Details soll an dieser Stelle keiner gequält werden. Die halbe City wurde zu Fuss oder mit der frei verfügbaren Ringbahn (Tram) abgeklappert. Nachdem wir uns in Chinatown mit Köstlichkeiten der japanischen Küche verköstigt haben ging es am Ufer des Flusses "Yarra" langsam zurück zum Abfahrort des Flughafenshuttles. Da wir noch die Eintrittskarten für die Aussichtsplattform hatten, konnten wir nochmals ohne Eintritt nach oben fahren. Diese Stadt bei Dunkelheit von oben zu sehen, wollten wir uns nicht entgehen lassen. Der Ausblick bei Nacht war fantastisch. Nach diesem Tagesmarsch waren wir alle gut geschafft und fielen ins Bett.

Sonntag, 6. Juli 2008

5. und 6 Juli Anreise und Flug


Micha: Nachdem wir am Freitagabend das "Heißeplatte-Grillen" genossen hatten, klingelte um halb sieben am Samstagmorgen der Wecker. Voll die unchristliche Zeit für einen Tag am Wochenende. Aber da der erste Flug vorverlegt worden war, mussten wir bereits um kurz nach acht in Tegel sein. Also ging es vorher noch schnell zum Bäcker unseres Vertrauens um ein paar Brötchen für das Frühstück zu besorgen. Wir konnten Stefan und Patti überreden uns zum Flughafen zu fahren. Dort hatte natürlich schon der Checkin begonnen. Auf Grund der Nürnberger Sängerknappen, die in unserem Fall ein Knabenchor aus Phiadelphia waren, zog sich das Einchecken ein wenig hin. Der erste Flug ging von Berlin nach Frankfurt. In Frankfurt waren drei Stunden Aufenthalt angesagt. Diese verbrachten wir erfolgreich bei einer bekannten Fast-Food-Kette, wo das Anstehen locker mal eine halbe Stunde gedauert hat. Von Frankfurt nach Bangkok haben wir eine 747 als Flugzeug bekommen. Das ist eine zwei-etagige Maschine. Ein wenig Oldschool, zumindest für meinen Geschmack. Es kamen keine wirklich guten Filme und schlafen war leider auch nicht drin. Somit blieb uns nichts weiter übrig, als uns die Filme mit ein bis drei Bierchen schön zu trinken. Man muss ja schließlich viel Flüssigkeit zu sich nehmen. Allerdings ist man nach so einem 11 Stundenflug auch ein klein wenig down.
In Bangkok angekommen musste alles sehr zügig gehen, da das Einchecken für den nächsten Flieger bereits 45 Minuten nach unserer Ankunft begann. Der Flughafen in Bangkok ist auch nicht wirklich klein. So mussten wir mal eben die zwei Kilometer im Spurt hinter uns bringen. Gott sei Dank ohne die großen Taschen. Dann wurden wir von Martin erst mal gebrieft, dass wir in Brisbane einen weiteren Zwischenstopp vor uns haben. Ich dachte, wir fliegen schön bis Melbourne durch, aber nix da. So sind wir also in Brisbane erneut gelandet. Mittlerweile war es 19:00 Uhr Ortszeit. Der Flieger musste aufgetankt werden und die Crew wurde gewechselt. Alle mussten raus und nach erneutem Sicherheitscheck wieder einsteigen. In Melbourne sind wir dann um 23:00 Uhr Ortszeit gelandet. Wir mussten an der Sicherheitskontrolle noch gefühlte 100mal bestätigen, dass wir keinerlei Lebensmittel oder verseuchte Erde an den Schuhsohlen einführen. Dann schnell noch den Rucksack abgeholt und den Abholservice vom Hotel angerufen. Wir kamen dann schließlich um 23:50, also kurz vor Montagmorgen, im Hotel an. Was wir uns morgen in Melbource anschauen werden und was uns außerdem noch erwarten wird, haben Steffi und Rossi über die Literatur hoffentlich in Erfahrung gebracht. Ich lass mich mal überraschen. Leider haben wir nur einen Tag um die Schönheiten dieser Stadt zu begutachten.

Martin: Ich möchte bemerken, dass ich meinen von Deutschland mitgebrachten Apfel im Flugzeug gelassen habe, aber dummerweise mein eingepacktes Knäckebrot im Rucksack vergass. Das hätte mich, wenn ich erwischt worden wäre locker 2000 Dollar gekostet. Zollbeamten anschwindeln und so. Also schnell im Flughafen Brisbane in 'ne Mülltonne geworfen, ganz heimlich. Ups.
P.S.: IPOD-Kopfhörer sind schiete, vor lauter Fluglärm verstehste nüscht.

Freitag, 4. Juli 2008

Der Countdown läuft...

Micha: Nun sind es keine 24 Stunden mehr bis wir im ersten Flieger sitzen. Morgen um diese Zeit werden wir bereits in Frankfurt auf dem Flughafen rumschimmeln. Die Aufregung steigt...

Urlaubstreffen in der SV

Micha: Eigentlich sollte ja ein nettes Grillen im Schlauch stattfinden. Aber auf Grund der Wetterlage haben wir es vorgezogen das Sit-in in die SV zu verlagern, bevor es am Samstagmorgen losgeht.

Freitag, 27. Juni 2008

Jetzt gehts los ... fast

Jetzt haben wir alles beisammen: Tickets, Visa und Voucher. Nun kann es losgehen ... nur noch 7 Tage...

Bis denne